Aller Anfang ist schwer ...

Meine Mum sagte mir, dass es sinnvoll sein könnte, wenn ich anfange meine  Gedanken aufzuschreiben. Da es vermutlich niemand weiter lesen wird, ist es also mit einer Art Tagebuch gleich zu setzen.

Es begann also alles damit das meine Beziehung nach 4 Jahren gescheitert ist und ich wohl oder übel in eine Einraumwohnung ziehen musste. Diese Konstellation hat einige Vorteile, aber auch ein paar gravierende Nachteile. Jeder der schonmal vor der Entscheidung einer WG oder einer eigenen Wohnung stand, weiß wovon ich spreche und in welche Richtung meine Gedanken gehen. Besonders in den langen Wintertagen, in denen man nun allein zu Hause sitzt und viel Zeit hat um einiges Revue passieren zu lassen, fällt einem dann doch mal der Kopf auf die Decke. Natürlich liegt es an einem selbst nicht ständig den Sand in den Kopf zu stecken, aber es kann mir auch niemand erzählen das er ständig gut gelaunt ist.

Ein genaues Datum für meine Trennung gibt es gar nicht. ich weiß nur das ich nach wie vor daran zu knabbern habe und es bei weitem noch nicht so verarbeiten konnte wie es bei meiner ehemaligen Lebensabschnittsfgefährtin der Fall ist. Wir sind im Dezember 2015 auseinander gezogen, haben uns aber in den Wochen und Monaten davor mehr oder weniger auseinandergelebt. Bisher war ich immer der Meinung das diese Zeit bei mir ausgereicht hätte, um mich gedanklich wieder auf neue Sachen fokussieren zu können, aber ein sehr guter Freund sagte mir mal: Das die Zeit um sich davon zu lösen, wenigstens der Hälfte der Zeit, die die Beziehung hatte, andauern würde.

Seit Ende Januar bin ich bei einer "Flirtingapp" angemeldet. Der "Erfolg" lässt eher zu wünschen übrig, allerdings habe ich bereits nach dem ersten treffen Anfang Februar festgestellt, dass ich nach wie vor noch nicht bereit bin um mich auf irgendetwas neues einzulassen. Seitdem läuft die "Suche" mehr oder weniger im Hintergrund und wenn es sich ergibt das man sich mit jemandem trifft, ist es eben so.

Das letzte Wochenende bestand aus solchen besagten Treffen. Und es ist ganz erstaunlich, dass die Tatsache sich mit der Person gegenüber ganz gut zu verstehen und offenbar auch Menschlich auf einer Wellenlänge zu sein, nicht ausreicht um zu sagen, das man sich nochmal treffen mag. Ich möchte niemanden verletzen auch wenn ich das bei meiner Ex-Freundin mit "Bravour" geschafft habe, aber ich könnte nicht mit dem Gedanken leben sich wieder und wieder mit einer Person zu treffen und darauf zu Hoffen, das die innere Stimmung und Gedanken die mich daran hindern, für neue Dinge und Frauen offen zu sein, nachlassen bzw, einfach um 180° kippen.

Im konkreten Fall ist es so, das ich der Dame recht angenehm erschien und wir uns auf ein wiedersehen geeinigt haben. Je mehr das Wochenende fortschritt, bemerkte ich allerdings in mir, das ich mich Gedanklich nach wie vor nicht von meiner Ex-Freundin lösen konnte. Dementsprechend wäre es ihr gegenüber extremst unfair, so zu tun als könnte sich etwas daraus entwickeln, nur um auf etwas Sex zu hoffen. 

Das Problem ist wohl, das ich nach wie vor Schuldgefühle habe, weil der Fehler bzw. die Ursache für die Trennung vor allem in meinem Verhalten liegt. Ich mache mir nach wie vor Vorwürfe und Anfangs habe ich gehofft, dass wir uns früher oder später bei einem wiedersehen an die gemeinsame vorrangig schöne Zeit erinnern und uns nochmal zusammenraufen. Es fällt mir generell schwer alleine zu sein, das wusste ich vorher und trotz alle dem habe ich eine Ein(t)raumwohnung für das richtige gehalten. Im Moment fühle ich mich so, als könnte ich mich nie wieder verlieben und die Blockade in meinem Kopf nie wieder abreißen. Die Frage ist, ist es zu früh um sich mit dem Thema "neu verlieben" zu beschäftigen oder kann es einem trotz dieser negativen und abwehrenden Haltung so wie damals ergehen, als man SIE traf, sah und sofort verliebte. Vermutlich ist es wie bei den meisten Sachen eine Kopfsache. So wie man sich selbst fühlt, präsentiert man sich nach außen und wirkt demensprechend positiv oder negativ eingestellt auf seine Mitmenschen.

 

"Die Energie folgt der Aufmerksamkeit." T.Havener

13.3.16 22:20

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